Klein aber oho!: Kinder aus der StädteRegion Aachen gehen auch am bundesweiten „Tag der kleinen Forscher“ auf Entdeckungsreise in „die Welt der kleinen Dinge“

Kinder, pädagogische Fachkräfte und Lehrkräfte aus Kindertagesstätten und Grundschulen feiern mit ihren Aktionen den diesjährigen Tag der kleinen Forscher. So haben auch das DRK-Familienzentrum … mit dem Elefanten in Würselen und die Kita St. Andreas in Baesweiler-Setterich zum gemeinsamen Forschen und Entdecken eingeladen. Und: neben den Eltern und Großeltern kamen auch besondere Gäste, nämlich die Bundestagsabgeordnete Claudia Moll, der Bürgermeister Dr. Willi Linkens (Baesweiler) und Arno Nelles (Würselen) sowie Nadejda Pondeva vom Bildungsbüro der StädteRegion Aachen.

StädteRegion Aachen. Ein Sandkorn ist winzig und trotzdem spüren wir es, wenn wir mit dem Finger darüberstreichen. Ein einzelnes Pixel ist ein kaum wahrnehmbarer Punkt – aber viele zusammen formen ein Bild. Aus kleinen Impulsen können große Ideen und sogar große Taten entstehen. Mit Neugier und Forscherdrang suchen die Mädchen und Jungen Antworten auf Fragen wie: Wie hängen Dinge zusammen? Welche Folgen hat das, was ich tue? Der „Tag der kleinen Forscher“ zeigt, dass Kinder anhand von alltäglichen Begebenheiten, kleinen Beobachtungen und winzigen Entdeckungen große Fragen beantworten können.

Kinder, pädagogische Fachkräfte und Lehrkräfte aus Kindertagesstätten und Grundschulen feiern mit ihren Aktionen den diesjährigen Tag der kleinen Forscher. So haben auch das DRK-Familienzentrum … mit dem Elefanten in Würselen und die Kita St. Andreas in Baesweiler-Setterich zum gemeinsamen Forschen und Entdecken eingeladen. Und: neben den Eltern und Großeltern kamen auch besondere Gäste, nämlich die Bundestagsabgeordnete Claudia Moll, der Bürgermeister Dr. Willi Linkens (Baesweiler) und Arno Nelles (Würselen) sowie Nadejda Pondeva vom Bildungsbüro der StädteRegion Aachen.

„Ich bin selbst sehr neugierig und wollte wissen, was die Kleinen Forscher machen“, freut sich Claudia Moll über die Möglichkeit zu sehen, wie frühe MINT-Bildung kinderleicht gelingen kann. Ein großes Lob richtete die Bundestagsabgeordnete an die Erzieherinnen und Erzieher in den beiden Kitas: „Da geht einem das Herz auf, wenn man sieht, mit wie viel Mühe nicht nur an diesem Tag mit den Kindern entdeckt und geforscht wird“.

Die Kinder haben verschiedene Stationen eingerichtet an denen sie gemeinsam mit ihren Gästen Spannendes erproben, entdecken, erforschen konnten: Was braucht der Kern zum Wachsen? Was hat der Schmetterling mit der kleinen Raupe gemacht? Wie wird aus kleinen Sandkörnern eine große Sandburg? Antworten auf diese und viele weitere Fragen findet man im Garten oder im „Schmetterlingshaus“. Auch im Sandkasten kann man viel erleben: Der feuchte Sand lässt sich prima formen, er fühlt sich kalt und rau an. Feiner, trockener und pludriger Sand ist weich und von der Sonne aufgewärmt, es ist schön den Sand durch die Finger rieseln zu lassen, ihn zu einer glatten Fläche zu formen und etwas hinein zu malen. Vermischt mit Wasser wird der Sand zu einer wundervollen Matschepampe. „Die Kinder sind mit großer Begeisterung dabei, sie lernen spielerisch und fast ganz nebenbei. Das macht stolz und motiviert. Und ihre Begeisterung steckt an. Die Kinder erzählen von ihren Erfahrungen auch zuhause und so haben wir aus der Elternschaft Paten gewinnen können. Sie begleiten bei speziellen Themen und Projekten und bringen sich bei Aktionstagen, wie dem jährlichen Vater-Kind-Forschen ein“, berichtet Erzieherin Alexandra Koroletz aus Würselen.

Kleine Forscher: Neugier steht im Mittelpunkt

Naturwissenschaftliche Phänomene sind Teil der Erfahrungswelt von Kindern und sie wollen ihre Welt im wahrsten Sinne des Wortes „begreifen“. Mit Lupen und Pipetten ausgestattet erforschen sie das eigene Umfeld, stellen viele Fragen und entwickeln ihre eigenen Vorstellungen davon, wie ihre Welt ist – oder auch, wie sie sein könnte und sollte. Sie dabei qualifiziert zu begleiten und zum Weiterforschen und Entdecken zu ermutigen ist eine wichtige Aufgabe, die an den Kindertagesstätten und Grundschulen im Netzwerk „Haus der kleinen Forscher in der StädteRegion Aachen“ einen hohen Stellenwert hat.

Lokales Netzwerk „Haus der kleinen Forscher“

Das Bildungsbüro der StädteRegion Aachen unterstützt die naturwissenschaftliche Frühförderung in Kindertagesstätten seit 2011 als Knotenpunkt im bundesweiten Netzwerk „Haus der kleinen Forscher“. Über die lokalen Netzwerke unterstützt die gemeinnützige Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ mit thematischen Workshops und didaktischen Materialien pädagogische Fachkräfte dabei, Kita- und Grundschulkinder im Entdecken, Forschen und Lernen altersgerecht zu begleiten. Die Kinder experimentieren mit alltäglichen Materialien wie Trinkhalmen, Pipetten, Trichtern, Knete oder Luftballons. Durch ihre Beobachtungen und Fragen lernen sie spielerisch, welche naturwissenschaftlichen Phänomene ihren Alltag bestimmen. Das fördert auch die Interaktion und schafft Anlässe zum Dialog. Dadurch erwerben die Kinder nebenbei Sprach-, Lern- und Sozialkompetenzen und können ihre feinmotorischen Fähigkeiten sowie ihr Bewusstsein für das Gelernte weiterentwickeln. Eine Zertifizierung als „Haus der kleinen Forscher“ können alle Kitas und Grundschulen in Deutschland erhalten, die als Mitglied eines lokalen Netzwerks regelmäßig mit den Kindern experimentieren und naturwissenschaftliche und technische Fragestellungen fest in ihr Angebot einbinden. In der StädteRegion Aachen ist das Bildungsbüro lokaler Kooperationspartner der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ und koordiniert die Aktivitäten des lokalen Netzwerks. „Ich bin richtig stolz, dass es gelungen ist, das lokale Netzwerk zu gründen und so erfolgreich zu entwickeln“, sagt Bürgermeister Arno Nelles, der die Arbeit von „Haus der kleinen Forscher“ tatkräftig unterstützt.

Das Bildungsbüro ist Träger des lokalen Netzwerks: Es organisiert die Fortbildungen für die Erzieherinnen, unterstützt bei der Konzeption und Durchführung von Teamfortbildungen, berät zu Projekten und Kooperationen und begleitet die Zertifizierungen. Insgesamt gibt es zehn verschiedene Workshopthemen mit eigens für die Region qualifizierten Trainerinnen. Bisher haben über 530 pädagogische Fach- und Lehrkräfte aus 138 Kindertagesstätten und 28 Grundschulen in der StädteRegion Aachen die Workshops besucht. Kooperationspartner im lokalen Netzwerk „Haus der kleinen Forscher“ sind die Stadt Würselen, der Zinkhütter Hof in Stolberg und der Verein „Bildungsengel“. Die Schirmherrschaft für das lokale Netzwerk übernehmen die Rektoren der FH Aachen und der RWTH Aachen.

Bundesweiter Mitmachtag: Tag der kleinen Forscher

Der „Tag der kleinen Forscher“ ist ein bundesweiter Mitmachtag für gute frühe Bildung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT). Seit 2009 wird er jedes Jahr durch die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ initiiert und ist der Höhepunkt eines jeden Forscherjahrs, das unter einem bestimmten Motto steht. In diesem Jahr fand der „Tag der kleinen Forscher“ am 28. Mai statt. Das Motto lautet: „Klein, aber oho!“. Am Aktionstag und in den Wochen davor und danach erkunden tausende Kita- und Grundschulkinder in ganz Deutschland die Welt die sie umgibt.