Heraus zum 1. Mai für Solidarität, Vielfalt und Gerechtigkeit!

Bild: Claudia Moll, MdB

Der 1. Mai ist international als der „Tag der Arbeit“ bekannt geworden. Doch was bedeutet er im Jahre 2018 für mich persönlich? Die SPD wurde vor vielen Jahrzehnten von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern gegründet, weswegen dieser Tag für uns eine ganz besondere Bedeutung hat. Da ich selbst viele Jahre als examinierte Altenpflegerin gearbeitet habe, liegt mir das Thema „Arbeit“ – und explizit der Bereich der Pflege – sehr am Herzen.

Ich bin der Meinung, dass gute Pflege vor allem von Menschen gemacht wird. Darum brauchen wir dringend mehr Pflegekräfte. Und wir müssen sie besser bezahlen! Im Bereich der Pflegeberufe haben wir als SPD aus eben diesem Grund ein Sofortprogramm mit 8.000 neuen Stellen initiiert, um den schon lange überfälligen Anstoß für eine bessere Personalausstattung geben zu können.

Doch am 1. Mai sollte es nicht nur um einzelne Berufssparten gehen, sondern auch allgemein um die Arbeitsbedingungen. Der unbeschwerte Wechsel von Voll- auf Teilzeit und umgekehrt ist ebenfalls ein wichtiges Thema. Auch hier werden wir nicht locker lassen, bis die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf mehr Selbstbestimmung setzen können! Es gibt viele Gründe, warum man für einen gewissen Zeitraum seine Vollzeit- auf eine Teilzeitbeschäftigung runterbrechen möchte oder muss. Es kann jedoch nicht sein, dass den Betroffenen ihre Rückkehr zu einer Vollbeschäftigung derart erschwert oder im schlimmsten Fall komplett verwehrt wird. Deswegen fordern wir ein Recht auf befristete Teilzeit, das unabhängig vom Anlass gilt!

Ein weiteres Problem stellen die vielen befristeten Arbeitsverträge – vor allem bei jungen Leuten – dar. Stellen sie sich vor ihre Tochter oder ihr Sohn startet motiviert, nach einem Abschluss an einer Fach-/Hochschule oder nach einer erfolgreich absolvierten Ausbildung, in das Berufsleben und alles was er oder sie bekommt sind befristete Arbeitsverträge. Dieser Zustand ist zutiefst ungerecht! Und dabei ereilt dieses Schicksal nicht nur unsere junge Generation, sondern ist allumgreifend. So kann man keine gute Arbeit gewährleisten oder verlangen!

Doch der 1. Mai ist nicht nur für diejenigen geschaffen, die sich aktuell im Berufsleben befinden, sondern auch für die, die schon jahrelang geschuftet haben. Wir haben durchgesetzt, dass die gesetzliche Rente stabil bleibt, mit einem Rentenniveau, das nicht mehr sinkt, und Beiträgen, die nicht über 20 Prozent steigen. Außerdem haben wir es uns als Ziel gesetzt, eine Grundrente einzuführen. Diese gilt für alle, die lange gearbeitet haben und ansonsten zum Sozialamt müssten.

Aus all den oben genannten Gründen war es am 1. Mai wieder Zeit sich zu versammeln und gemeinsam für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen einzustehen und zu kämpfen! Durch meine jetzige Arbeit im Bundestag ist mein Gefühl für die regionalen Probleme und Einzelfälle nicht verloren gegangen, im Gegenteil: es wurde noch verstärkt!Deswegen habe ich gerne an den Kundgebungen in Alsdorf und Stolberg teilgenommen und mich gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen vor Ort solidarisiert!